Pflegestelle

Sie können derzeit kein Tier für immer aufnehmen, haben aber in den kommenden Wochen/Monaten Zeit und wollen einem Tier den Start in ein neues Leben ermöglichen?

Ohne geeignete Pflegestellen können wir keine Tiere retten! Wir sind daher immer wieder auf engagierte und tierliebe Menschen aus dem Großraum Stuttgart und Esslingen angewiesen, die uns als Pflegestelle unterstützen möchten. Alle Kosten für mögliche Impfungen und Untersuchungen werden vom Verein getragen. Hierfür sollte die kooperierende Tierärztin Petra Morlock (www.docmorlock.de) und bei tierphysiotherapeutischen Fragen Dr. Kirsten Häusler (www.vib-kh.de) – beide mit Sitz in Stuttgart-Degerloch - aufgesucht werden, um eine reibungslose Abwicklung sicher zu stellen.

Mit der Arbeit als Pflegestelle (kurz: PS) geben Sie dem Tier ein "Zuhause auf Zeit". Das Pflegetier bleibt für eine zeitlich begrenzte Zeit in Ihrer Familie und wir suchen parallel ein passendes „Zuhause für immer“. Die Pflegestellen begleiten die Tiere in der ersten Zeit im „neuen“ Leben und helfen den Tieren Vertrauen zu fassen und mit der neuen Situation umzugehen. Einige unserer Schützlinge kennen bisher kein klassisches Leben als Familienhund oder haben in der Vergangenheit negative Erfahrung gemacht. Da die Pflegefamilien die Tiere am Besten kennen und den Alltag gemeinsam meistern, stehen wir natürlich in regelmäßigen Austausch um gemeinsam das ideale und passende Zuhause für die Tiere zu finden. Jedes Tier ist ein Individuum, hat seine Eigenarten und Besonderheiten die es zu beachten gilt. Aus diesem Grunde passt auch nicht jeder Hund zu jedem Mensch und man muss versuchen, die passenden Puzzlestücke zu finden.

Wie lange die Vermittlungsdauer ist, kann man nur schwer sagen. Manchmal sind es nur ein paar Tage/Wochen bis ein Tier zu einer Endstelle ziehen darf, ab und zu kann es aber auch schon mal etwas länger dauern. Dies hängt unter anderem auch vom Zustand des Tieres ab und wann wir es zur Vermittlung frei geben. Wir werden für die Vermittlung Aufrufe auf unserer Website (www.glueckspelze.de), bei facebook (www.facebook.com/glueckspelze) und im regionalen Amtsblatt der Gemeinde Leinfelden-Echterdingen schalten sowie Flyer aufhängen. Aus einer Pflegestelle wird nicht selten auch eine Endstelle, da sich die Familie nicht mehr von dem lieb gewonnen Tier trennen kann. Somit tritt nicht selten nach kurzer Zeit der sog. „Pflegestellenvirus“ ein und das Tier darf für immer bleiben. Das freut uns natürlich immer sehr.

Wer sich überlegt uns als Pflegestelle zu unterstützen sollte vor allem drei Sachen mitbringen: LIEBE & ZEIT & GEDULD. Folgende Punkte sollte sich jede potenzielle Pflegestelle gut durchlesen:

1  

Insbesondere am Anfang muss viel Zeit für die Tiere vorhanden sein. Bei einigen Schützlingen ist die Vergangenheit unbekannt, bei anderen wiederum kennt man zumindest die Herkunft. Doch eines haben viele der Tiere gemeinsam: Ein Leben als klassischer Familienhund ist unbekannt. Einige lernen schnell dazu, andere brauchen etwas mehr Zeit. Einige sind weder stubenrein noch können sie das Hundeeinmaleins. All das und noch viel mehr müssen die neuen Besitzer dem neuen Familienmitglied beibringen. Das kostet vor allem viel Zeit, Liebe und Geduld und wird anfangs die eine oder andere schlaflose Nacht mit sich bringen. Zudem können wir nicht in die Tiere hineinsehen.

2  

Haben Sie Geduld mit unseren Schützlingen. Sie brauchen evtl. ein paar Tage, bis sie sich an die neue Situation gewöhnen und Vertrauen entwickeln. Verlangen Sie daher am Anfang nicht zu viel von den Tieren, sondern geben Sie ihnen die Zeit die sie benötigen.

3  

Nicht alle Tiere kommen mit Kindern und/oder anderen Tieren zurecht. Wir versuchen vorab möglichst viele Informationen über die Tiere zu erhalten, können aber keine Garantie für deren Verhalten in der neuen Situation abgeben. Wichtig hierbei ist vor allem die Beachtung des Wortes ZEIT. Nicht selten werden die Tiere von einem Pflegeplatz zum anderen gereicht und haben später dann Probleme Vertrauen zu fassen. Und genau das wollen wir vermeiden. Tiere sind Lebewesen und keine Wanderpokale!

4  

Die Entscheidung für ein Pflegetier sollte gut durchdacht und mit allen Familienmitgliedern abgestimmt sein. Es gibt nichts schlimmeres, als wenn der Hund binnen weniger Tage auf eine andere Stelle ziehen muss, um dann später wieder in ein „Zuhause für immer“ zu gehen. Wir möchten dem Tier so wenig Stress wie möglich zumuten.

5  

Wir bitten um Verständnis, dass unsere Pflegestellen nur im Großraum Stuttgart, Esslingen und naher Umgebung sein sollten - hier sind auch unsere Tierärztin Petra Morlock und unsere Tier-Physiotherapeutin Dr. Kirsten Häusler schnell vor Ort, um die Tiere gründlich durchzuchecken. Ebenso stammen wir aus der Region und können im Notfall schnell agieren.

6  

Nicht zuletzt: Wir und auch unsere Schützlinge möchten uns auf die Pflegestellen verlassen können.

 

Wenn Sie Interesse an der Arbeit als Pflegestelle haben, füllen Sie bitte den nachfolgenden Fragebogen aus und senden ihn an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! – dadurch können wir uns schon einmal einen ersten Eindruck von Ihnen machen und evtl. passende Tiere vorschlagen. Sollte bereits ein Tier Ihr Herz erobert haben und Sie möchten diesem einen Pflegeplatz bieten, so sollte der Name und die Herkunft des Tieres auf dem Fragebogen vermerkt werden.

Fragebogen zur Pflegestelle HUND (.pdf) | Fragebogen zur Pflegestelle KATZE (.pdf)

Wenn die Entscheidung für ein Pflegetier gefallen ist, gibt es einen Pflegestellenvertrag, welcher von beiden Seiten unterzeichnet werden muss. Alle Pflegetiere sind über den Verein Haftpflichtversichert. Ebenso fällt für die Pflegefamilie keine Hundesteuer an, da die Tiere auf den Verein angemeldet sind. Demnach fallen für die Pflegestellen keine Kosten (ausgenommen Futter) an.

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